Kinderhandy einrichten

- wichtige Apps und Einstellungen

Kinderhandy einrichten:
Die wichtigsten Sicherheitseinstellungen fürs Handy

Jeder zweite Zehnjährige besitzt heute sein eigenes Smartphone. In der Regel ist auch das erste eigene Handy keineswegs Neuland für Kinder: Längst haben sie auf den Smartphones von Eltern und Freunden Routine im Umgang mit allen Handyfunktionen gewonnen. Viele Eltern sehen diesen Trend mit gemischten Gefühlen. Denn neben Unabhängigkeit und guter Erreichbarkeit stehen Smartphones eben auch für unbegrenzten Zugang zum Internet, zu sozialen Netzwerken, Videos und Online-Spielen.

Wie aber ermöglicht man Kindern einen möglichst sicheren Umgang mit dem Smartphone? Welche Gefahren sollten Eltern und Kinder kennen? Unser Leitfaden fasst die wichtigsten Handyrisiken für Sie zusammen und gibt Ihnen praktische Tipps für die Sicherheitseinstellungen in den Handy-Betriebssystemen Android und iOS. Für das Windows Mobile Betriebssystem wurde der Support eingestellt. Daher ist es generell nicht mehr zu empfehlen.

INHALTSVERZEICHNIS

1. Die fünf größten Smartphone-Risiken

2. Welche Erfahrungen haben Kinder im Internet gemacht?

3. Kinderhandy sichern: Darauf sollten Eltern achten

3.1 Welche Kinderschutz-Einstellungen gibt es für mein Betriebssystem?

3.2 Vorsicht Werbung: Pop-ups und In-App-Käufe blockieren

3.3 Mobile Datennutzung – nur mit gutem Virenschutz

3.4 Kostenkontrolle: Auch auf den Handytarif kommt es an

4. Handyortung – wie sinnvoll ist die Funktion fürs Kinderhandy?

4.1 Wie funktioniert die Handyortung?

4.2 Kann ich die Ortung am Kinderhandy selbst einstellen?

4.3 Vertrauen und Kontrolle – der Mix macht‘s

Kinder und Smartphones

1. Die fünf größten Smartphone-Risiken

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Viele Eltern sind unsicher, wie stark sie sich in die Handyaktivitäten ihres Kindes einmischen sollen. Natürlich verdienen Kinder einen Vertrauensvorschuss. Aber auch viele Erwachsene machen sich die Gefahren im Internet nicht vollständig bewusst – jedenfalls nicht, bis der Ernstfall eintritt:

Missbrauch persönlicher Daten

Persönliche Daten von Online-Profilen können gestohlen und illegal weiterverwendet werden, z. B. um Fake Accounts zu erstellen. Auch in Chats oder sozialen Netzwerken können Bilder und persönliche Infos in die Hände von Fremden gelangen, die Ihr Kind ungewollt kontaktieren oder die Bilder weiterverschicken. Mehr zum Missbrauch persönlicher Daten.

Nicht kindgerechte Inhalte

Handysucht

Kostenfallen durch Apps & Co.

Mobbing/Stalking

Altersgerechte Sicherheitseinstellungen am Smartphone sind ein Mittel, die Handyrisiken zu kontrollieren. Genauso wichtig ist es aber, dass Eltern ihre Kinder über potenzielle Gefahren aufklären und insbesondere über Themen wie persönliche Daten sprechen.

Hier finden Sie einen ausführlichen Leitfaden mit Infos zu den Handyrisiken und Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone.

2. Welche Erfahrungen haben Kinder im Internet gemacht?

Grafik - Erfahrungen im Internet von Kindern

Rund ein Drittel aller Kinder zwischen 10 und 18 Jahren gibt in der aktuellen Bitkom-Studie an, schon einmal negative Erfahrungen mit dem Internet gemacht zu haben. Insgesamt betrachtet sind die Tabellenwerte recht niedrig. Dennoch fällt auf, dass zum Beispiel jedes zehnte Kind im Alter zwischen 10 und 13 Jahren online schon Dinge gesehen hat, die ihn oder sie verängstigt haben. 15 % der 14- bis 15-Jährigen wurden online beschimpft oder beleidigt – das würde bedeuten, dass in einer normalen Schulklasse mit 25 Schülern drei oder vier Jugendliche diese Erfahrung gemacht haben. Völlig ausschließen lassen sich solche Risiken nie – aber die Kombination aus Aufklärung und den nötigen Sicherheitseinstellungen bietet ein gutes „Rüstzeug“, um mit den Gefahren umzugehen.

3. Kinderhandy sichern: Darauf sollten Eltern achten

3.1 Welche Kinderschutz-Einstellungen gibt es für mein Betriebssystem?

Wie man die Sicherheitseinstellungen aktiviert, hängt hauptsächlich vom Betriebssystem des Smartphones ab. Daher ist es von Vorteil, wenn Kinder und Eltern das gleiche Betriebssystem nutzen: So fällt es Eltern leichter, sich in den Systemeinstellungen zurechtzufinden.

iPhone-Nutzer haben es relativ einfach – eine integrierte Kindersicherung sowie ein App-Filter können mit wenigen Klicks intern aktiviert werden.

Für Android-Handys müssen die Sicherheitsfilter als App installiert werden, zusammen mit Kinder-Suchmaschinen, altersgerechter Startseite und mehr. Google hat in den USA bereits Google-Family herausgebracht, das ähnlich zu IOS tiefgreifende Sicherheitseinstellungen für Kinder ermöglicht. Aktuell ist Google-Family aber nicht in Deutschland erhältlich.

IOS (Apple)

IOS Screenshot
1. Einstellungen auf dem Startbildschirm auswählen.
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2. Wechseln Sie in die Allgemeinen Einstellungen.
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3. Tippen Sie auf "Einschränkungen".
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4. Tippen Sie auf "Einschränkungen aktivieren".
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5. Legen Sie einen Einschränkungscode fest und notieren Sie sich diesen.
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6. Jetzt können Sie Apps und Funktionen auswählen, auf die nicht mehr Zugegriffen werden kann.
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7. durch Scrollen nach unten können Sie Inhalte einschränken.
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8. durch weiteres Scrollen können Sie Datenschutz-Einstellungen festlegen unter anderem auch für Soziale Netzwerke.
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9. durch weiteres Scrollen können Sie weitere Einstellungen am Gerät festlegen.

Tipp: Sobald Einschränkungen in IOS aktiviert wurden, sind ggf. deaktivierte Apps oder Dienste auf dem Startbildschirm nicht mehr sichtbar.

Achtung: Sollten Sie Ihren Einschränkungscode verlieren, ist es notwendig, das Gerät zu löschen. Die Löschung kann über iTunes erfolgen, wenn iTunes mit dem Gerät synchronisiert ist oder über den Wartungszustand des Gerätes. Eine genaue Anleitung hierfür finden Sie auf der Support-Seite von Apple.

Android (Google)

Wie bereits erwähnt, gibt es derzeit für Android keine vorinstallierte Kinderschutz-Einstellung. Dennoch gibt es Möglichkeiten, einige Jugendschutzeinstellungen in von Android mitgelieferten Apps vorzunehmen.

Im Google Play Store zum Beispiel lässt sich die FSK-Freigabe für angezeigte Apps, Filme und Musik festlegen. Setzen Sie beispielsweise die Freigabe bei Apps auf FSK 12, werden nur noch Apps angezeigt, die maximal dieser Freigabe entsprechen.

Android Screenshot
1. Öffnen Sie den Play-Store und Tippen Sie auf die sgg. Burger-Navigation im Suchschlitz.
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2. Scrollen Sie nach unten und Tippen Sie auf "Einstellungen".
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3. Scrollen Sie zu der Nutzersteuerung und Tippen Sie auf Jugendschutzeinstellungen.
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4. Tippen Sie auf "Jugendschutzeinstellungen" um diese zu aktivieren.
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5. Legen Sie einen Inhalts-PIN fest und notieren Sie sich diesen.
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6. Wählen Sie die Inhalte, die im Play-Store eingeschränkt werden sollen.
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7. Tippen Sie auf die jeweilige Altersfreigabe um diese für diese Inhalt zu aktivieren.

Um zu verhindern, dass Apps, Filme oder Musik gekauft werden, kann zusätzlich ein Passwort für den Kauf hinterlegt werden.

Hierfür wechseln Sie wie oben beschrieben in die Einstellungen im Play Store, tippen aber auf "Authentifizierung für Käufe erforderlich". In dem darauffolgenden Fenster können Sie angeben, ob nie, alle 30 Minuten oder immer ein Passwort eingegeben werden muss.

  • Öffnen Sie den Play Store und tippen Sie auf die sog. Burger-Navigation im Suchschlitz.
  • Scrollen Sie nach unten und tippen Sie auf "Einstellungen".
  • Scrollen Sie zu der "Nutzersteuerung" und tippen Sie auf "Authentifizierung für Käufe erforderlich".
  • Wählen Sie zwischen "nie, alle 30 min oder immer".

Achtung: Kostenlose Apps können weiterhin heruntergeladen werden. Hier bleibt nur die Anpassung der USK-Freigabe. Das notwendige Passwort ist das Google-Passwort des verknüpften Accounts. Nutzt Ihr Kind also seinen eigenen Google-Account und kennt das Passwort, hat es weiterhin Zugriff.

Tipp: Wenn Sie das Menü über das Navigationselement im Suchschlitz des Play Store öffnen (in der Bildergalerie beschrieben), finden Sie als vorletzten Menüpunkt einen Link zu "Leitfaden für Eltern". Hier bietet Google weitere nützliche Tipps für Eltern, um Jugendschutzeinstellungen auf dem Smartphone oder Tablet vorzunehmen.

3.2 Vorsicht Werbung: Pop-ups und In-App-Käufe blockieren

Insbesondere kostenlose Apps enthalten häufig Werbung oder Links, die auf Drittanbieterseiten führen.

Daher sollten Sie in den Einstellungen Pop-ups deaktivieren und zudem In-App-Käufe blockieren, um zu verhindern, dass Ihr Kind versehentlich teure Zusatzangebote kauft. Zusätzlich sollten Sie eine Drittanbietersperre einrichten, die verhindert, dass fremde Anbieter vermeintliche Leistungen oder Abos über Ihren Mobilfunkanbieter in Rechnung stellen dürfen.

Pop-Ups sind im Internet plötzlich auftauchende Elemente, wie zum Beispiel Werbung oder andere Webseiten, die in einem separaten Fenster geöffnet werden. Pop-ups werden meistens als störend angesehen oder öffnen sogar nicht vertrauenswürdige oder nicht jugendfreie Inhalte.

Pop-Ups in Safari (IOS) blockieren

  • Tippen Sie auf die "Einstellungen" Ihres iPhones, indem Sie die App auf dem Startbildschirm auswählen.
  • Scrollen Sie nach unten und tippen auf "Safari".
  • Scrollen Sie zu den „Allgemeinen Einstellungen“ bis zu dem Punkt "Pop-Ups blockieren".
  • Schieben Sie den Regler nach rechts
  • Starten Sie den Safari-Browser neu. Pop-Ups sind jetzt deaktiviert.

Pop-Ups in Chrome (Android) blockieren

  • Tippen Sie auf die Chrome App
  • Tippen Sie auf die Navigation am oberen rechten Bildschirmrand
  • Scrollen Sie zu den "Einstellungen" und tippen Sie darauf
  • Scrollen Sie zu den "Website-Einstellungen" und tippen Sie darauf
  • Scrollen Sie zu "Pop-ups" und tippen Sie darauf
  • Schieben Sie den Regler nach links
  • Pop-ups sind nun im Chrome Browser deaktiviert

Wenn Sie eine andere Browser App verwenden, empfehlen wir auf der Seite des Entwicklers nachzuschauen oder in den Browser-Einstellungen zu suchen.

Tipp: Für Kinder von 6–12 Jahren eignet sich als Browser die fragFINN-App. Neben der Sperre von Pop-ups sind in diesem Browser ausschließlich von medienpädagogischen Teams geprüfte Webseiten aufrufbar. Zusätzlich bietet der Browser eine eigene Kindersuchmaschine, um die "erlaubte" Webseiten zu finden.

In-App-Käufe sind zusätzliche kostenpflichtige Funktionen innerhalb von Apps. Gerade bei Spielen wird das Spiel selbst kostenlos angeboten, im Verlauf des Spieles werden dann aber kostenpflichtige Funktionen beworben. Mehr Informationen zu den Gefahren von In-App-Käufen finden Sie hier.

In-App-Käufe in IOS (Apple) deaktivieren

IOS Screenshot
1. Einstellungen auf dem Startbildschirm auswählen.
IOS Screenshot
2. Wechseln Sie in die Allgemeinen Einstellungen.
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3. Tippen Sie auf "Einschränkungen".
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4. Tippen Sie auf "Einschränkungen aktivieren".
IOS Screenshot
5. Legen Sie einen Einschränkungscode fest und notieren Sie sich diesen.
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6. Scrollen Sie zu In-App-Käufe und ziehen Sie den Regler nach links (deaktivieren).

Achtung: Für Android können Sie In-App-Käufe nicht grundsätzlich deaktivieren. Sie können lediglich einstellen, dass vor jedem Kauf das Google-Passwort des Kontos eingegeben werden muss, mit dem das Smartphone oder Tablet benutzt wird.

Passwortschutz für In-App-Käufe in Android (Google)

Android Screenshot
1. Öffnen Sie den Play-Store und Tippen Sie auf die sogg. Burger-Navigation im Suchschlitz
Android Screenshot
2. Scrollen Sie nach unten und Tippen Sie auf "Einstellungen".
Android Screenshot
3. Scrollen Sie zu der Nutzersteuerung und Tippen sie auf "Authentifizierung für Käufe erforderlich".
Android Screenshot
4. Tippen Sie auf "Für alle Käufe bei Google Play auf diesem Gerät"

Drittanbieter sind Fremdanbieter, welche über den Netzanbieter häufig dubiose Rechnungsforderungen stellen, ohne dass man weiß, wie diese Kosten entstanden sein sollen. Ein falscher Klick und schon landet man in einer Abo-Falle. Gerade Kinder und Jugendliche haben hier nicht die nötige Erfahrung, um mit diesen Gefahren umzugehen.

Um diese Forderungen zu vermeiden, sollten Sie direkt bei Ihrem Netzbetreiber eine Drittanbietersperre anfordern. Dies funktioniert entweder durch einen Anruf bei Ihrem Netzanbieter, eine SMS oder über seine Online-Plattform.

Kinder und Smartphones

3.3 Mobile Datennutzung – nur mit gutem Virenschutz

Jederzeit ins Internet, unterwegs surfen und chatten – das klingt verlockend, unbedingt notwendig ist es aber nicht. Zuhause und bei Freunden ist meist ein gesichertes WLAN-Netzwerk verfügbar. Viele Apps für Kinder funktionieren zudem auch im Offline-Modus. Dazu kommt: Bei gefährdeten Jugendlichen kann ständig und überall verfügbares Internet die Entstehung einer Handysucht begünstigen.

Jugendliche, die mobil auf das Internet zugreifen, sollten unbedingt einen Viren-Scanner sowie eine Drittanbietersperre installieren. Erklären Sie Ihrem Kind auch, dass Fremde über öffentlich zugängliche Netzwerke leicht persönliche Daten und Passwörter ausspähen und missbrauchen können.

Greifen sie bei Anti-Virenprogrammen nur auf die großen, namenhaften Hersteller zurück.

In unterschiedlichen und unabhängigen Tests gut bewertete Anti-Virenprogramme sind zum Beispiel:

  • McAfee
  • Norten
  • avast

Einen guten Überblick und Vergleich verschiedener Antivirus-Programme für Android finden Sie bei AV-Test.

3.4 Kostenkontrolle: Auch auf den Handytarif kommt es an

Häufig läuft das erste Handy der Kinder über den Mobilfunkvertrag der Eltern. Das erspart zwar die Suche nach einem geeigneten Tarif und ermöglicht den Eltern einen Überblick über die Handynutzung ihres Kindes – hohe Handykosten fallen allerdings erst bei der monatlichen Abrechnung auf. Ein eigener Prepaid-Tarif kann eine günstige und flexible Alternative zum Familien-Laufzeitvertrag sein. Welcher Tarif die niedrigsten Kosten bietet, hängt von den Handynutzungsgewohnheiten, aber auch vom gewünschten Smartphone ab. Es lohnt sich, die verschiedenen Optionen durchzurechnen: Schauen Sie sich dazu unsere Tipps rund um die Handyfinanzierung mit konkreten Tarif-Rechenbeispielen an.

Smartphone in der Hand

4. Handyortung – wie sinnvoll ist die Funktion fürs Kinderhandy?

Handyortung – das kennt man aus dem Fernseh-Krimi, aber auch aus eigener, leidvoller Erfahrung, wenn das Smartphone verloren gegangen ist oder gestohlen wurde: Per GPS-Datenbestimmung kann man online den Standort des Handys erfahren und je nach Betriebssystem sogar die Handyfunktionen aktivieren. Aber auch Eltern versprechen sich von der Handyortung zusätzliche Sicherheit: Wenn das Kind nicht zur vereinbarten Zeit zu Hause ist oder auf Anrufe einfach nicht reagiert, lässt sich per GPS genau feststellen, wo sich es sich gerade befindet. Die Technik ist nicht neu – aber neben der klassischen Handyortung gibt es mittlerweile auch spezielle Tracking Apps, mit denen Eltern sogar extern auf das Smartphone ihres Kindes zugreifen können, seine Online-Aktivität überprüfen oder bestimmte Handy-Funktionen sperren können.

4.1 Wie funktioniert die Handyortung?

Funkzellen-Ortung

Dabei wird bestimmt, an welchem Sendemast sich ein Mobilgerät eingewählt hat. Das Verfahren funktioniert mit Smartphones, Tablets und klassischen Handys. Der Standort kann auch dann ermittelt werden, wenn der Nutzer die GPS-Datenübermittlung deaktiviert hat und sogar, wenn das Handy abgeschaltet ist. Daher ist die Funkzellen-Ortung den Behörden vorbehalten und bedarf einer Genehmigung.

GPS-Ortung

WLAN-Ortung

4.2 Kann ich die Ortung am Kinderhandy selbst einstellen?

Die drei wichtigsten Betriebssysteme iOS, Android und Windows bieten jeweils voreingestellte Ortungsfunktionen – nicht nur, wenn ein Kind nicht erreichbar ist, sondern auch bei Handyverlust oder Diebstahl.

Android Handy orten

Die von Android selbst angebotene Funktion nennt sich "verloren gegangenes Android-Gerät finden". Eine ausführliche Dokumentation finden Sie hier. Die Grundvoraussetzung hierfür ist der Zugriff auf das Google-Konto.

Das gesuchte Smartphone muss:

  • eingeschaltet sein
  • im Google-Konto angemeldet sein
  • die Standortermittlung aktiviert haben
  • die Funktion "Mein Gerät finden" aktiviert haben (in Android standartmäßig aktiviert)
  • WLAN haben oder mit dem mobilen Datennetz verbunden sein

Tipp: Ist man in Google am Computer mit demselben Google-Account angemeldet, kann man auch einfach "wo ist mein Handy" googeln

Achtung: Wenn Sie das Smartphone auf diese Art und Weise aufspüren, wird auch das Gerät selbst informiert, dass es gefunden/gesucht wurde. Sie können mit dieser Variante also nicht unbemerkt das Handy orten.

Eine weitere Alternative ist die App

Find My Device

Find My Device Logo

Diese App ist von Google selbst entwickelt und ermöglicht die einfache Ortung eines Gerätes über ein anderes.

iPhone (IOS Handy) orten

Die von IOS angebotene Funktion zur Ortung eines iPhones, AirPods oder einer Apple Watch nennt sich "Mein iPhone suchen". Wenn ich das iPhone eines Familienmitgliedes suche, gibt es zusätzlich die Funktion "Meine Freunde suchen".

Auch bei Apple gibt es einige Grundvoraussetzungen zur Ortung. Das iPhone muss:

  • eingeschaltet sein
  • "Mein iPhone suchen" eingerichtet haben
  • online sein

Eine detaillierte Dokumentation zur Einrichtung und Funktion bietet Apple hier. Auch wenn die Funktion grundsätzlich im IOS integriert ist, muss für "meine Freunde suchen" eine eigene App von Apple installiert werden. Diese finden Sie wie gewohnt im AppStore.

Drittanbieter-Lösungen

Wer eine Lösung über Drittanbieter-Apps sucht, bzw. nicht den Weg über den Google Account des Kindes gehen möchte oder kann, kann zum Beispiel zurückgreifen auf:

Avast Security & Booster

Find My Device Logo

Einen besonderen Vorteil bietet der ebenfalls integrierte Virenschutz, wodurch die Anzahl der zu installierenden Apps verringert wird.

4.3 Vertrauen und Kontrolle – der Mix macht‘s

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Thema Handyortung, bevor Sie die Ortungsfunktion in den Systemeinstellungen aktivieren oder eine Ortungs-App herunterladen – ohne die Zustimmung Ihres Kindes lässt sich eine solche App ohnehin nicht auf dem Handy installieren. Es sollte klar sein, dass die Handyortung nur für Notfälle gedacht ist. Gleichzeitig sollten Sie gemeinsam klare Verhaltensregeln fürs Handy festlegen: Dazu kann zum Beispiel gehören, dass Ihr Kind zügig auf Anrufe der Eltern reagiert oder von sich aus anruft, wenn es länger unterwegs ist, damit die Handyortung gar nicht erst zum Thema wird.

Lesen Sie hier praktische Tipps rund um Handynutzungsregeln für Kinder und eine Vorlage für einen Handynutzungsvertrag zwischen Kindern und Eltern.

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