Handy für Studenten: Worauf solltest Du achten?

Ein Alltag ohne Smartphone? Für die meisten Menschen kaum vorstellbar – und für Studenten schon aus organisatorischen Gründen nahezu unmöglich. Schließlich werden nicht nur Lehrinhalte, Termine und Studienergebnisse online für dich zur Verfügung gestellt, auch Lern- und Arbeitsgruppen organisieren sich größtenteils über WhatsApp oder Facebook.

Aber wie findest du ein Handy, das optimal auf die typischen Eigenschaften des Studentenlebens – Spontaneität, vielfältige Aktivitäten und ein schmales Budget – zugeschnitten ist? Eine Standard-Antwort auf diese Frage gibt es nicht: Vielmehr geht es darum, die jeweils optimale Kombination aus Handykauf und Handytarif zu finden. Unser Ratgeber zählt dir die wichtigsten Eigenschaften eines Studentenhandys auf und gibt einen Überblick über die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten mit oder ohne Handyvertrag.

Gruppen-Selfie von oben

1. Was sollte ein Handy für Studenten können?

Natürlich ist das Smartphone immer eine Frage der persönlichen Vorlieben. Die einen können nicht ohne ihre Lieblingsmusik und die neuesten Spiele-Apps, die anderen füttern ihr Facebook-, Instagram- und TikTok-Profil täglich mit Bildern und Videos, wieder andere nutzen das Smartphone vorrangig als Organizer und Diktiergerät für den Studienalltag. Das Smartphone sollte zu diesen Gewohnheiten passen – und im Idealfall auch auf studentische Verpflichtungen zugeschnitten sein.

2. Welches Betriebssystem: iOS oder Android?

Vor- und Nachteile bei der Wahl von iOS oder Android

Android: Vorteile

IOS: Vorteile

  • Große Flexibilität und Geräteauswahl
  • Offenes Betriebssystem
  • Benutzeroberfläche sehr individuell gestaltbar
  • Sehr große Vielfalt an Apps
  • Hardware und Software aus einer Hand
  • Sehr leicht zu bedienende Apps, die streng geprüft werden
  • Richtungsweisende Verschlüsselung, sehr guter Datenschutz
  • Updates über lange Zeiträume von vier bis fünf Jahren

Android: Nachteile

IOS:Nachteile

  • Größere Gefahr durch Sicherheitslücken
  • Apps werden weniger stark kontrolliert
  • Updates oft uneinheitlich
  • Performance teils weniger harmonisch als bei iOS
  • Ausschließlich verfügbar auf Apple-Geräten
  • Wenig Potenzial für Innovationen von externen Anbietern
  • Weniger (kostenlose) Apps
  • Unzureichende Kompatibilität der Geräte
  • Betriebssystem lässt sich nicht ändern

3. Hardware: Worauf Du beim deinem neuen Studenten-Handy achten solltest

Welche Bildschirmgröße ist richtig für Deine Zwecke? Wieviel Speicherplatz brauchst Du – und was sollte die Kamera in Deinem Handy können? Wir haben für Dich ein paar grundsätzliche Tipps.

Abmessungen: Die Bildschirmgröße muss passen

Wer auf seinem Handy regelmäßig Texte lesen oder bearbeiten möchte, sollte auf einen ausreichend großen Bildschirm achten, der augenschonendes Arbeiten ermöglicht. Du verwendest gern mehrere Apps parallel? Dann empfiehlt sich ebenfalls ein großer Screen – etwa, wenn Du das nächste Referat vorbereiten und dabei Deinen Nachrichteneingang im Auge behalten möchtest. Auch wenn Du im Anschluss den neuesten Blockbuster auf Dein Handy streamen möchtest, solltest Du Dir ein Smartphone mit großem Display für Breitwandfilme gönnen. Viele aktuelle Modelle bieten nahezu randlose Displays – und das oft bei sehr kompakten Abmessungen.

Smartphone-Gehäuse: Sollte was aushalten

Dir fällt beim Blick aufs Mensa-Menü schon mal vor Schreck das Smartphone aus der Hand? Dein Handy für Studenten sollte einen Sturz verkraften, ohne gleich Schaden zu nehmen. Bei vielen Modellen bestehen Vorder- und Rückseite aus robustem Gorilla Glas – das wirkt oft nicht nur edler als Kunststoff, sondern nimmt kleine Missgeschicke i.d.R. nicht übel. Dein Studium führt Dich regelmäßig ins Freie, weil Du z.B. Feldstudien betreibst? Dann kommt für Dich ggf. auch ein spezielles Outdoor-Handy in Frage. Solche Modelle sind oft nach strengen US-Militärstandards zertifiziert und damit besonders hart im Nehmen.

Speicherplatz: Großer Gerätespeicher – nicht nur zum Lernen

Aktuelle Geräte sind in der Regel bereits ab Werk mit richtig viel Speicherplatz ausgerüstet. Top-Modelle können mehrere hundert GB oder sogar ein Terabyte (TB) bieten. Ein hochauflösendes Foto einer modernen Spiegelreflex-Kamera belegt etwa 8 MB Speicherplatz – auf einem Handy mit einem TB Speicher finden mehr als 60.000 Fotos Platz. Word- und Excel-Dokumente kannst Du sogar millionenfach speichern. Wenn Du Dich für ein Handy mit großem Speicher entscheidest, kannst Du Dir das Geld für eine externe Festplatte ggf. sparen – vor allem dann, wenn Du Dich für ein Modell entscheidest, dessen Speicher Du zudem noch mit einer SD-Karte erweitern kannst.

Kamera: Eine hochauflösende Kamera für Dokumentation von Vorlesungen und mehr

Nicht nur die Erstie Party sollte dokumentiert werden, auch die Vorlesung. Denn anstatt mitzuschreiben, kannst du die Vorlesung oder Übung auf Video oder als Audioaufnahme mitschneiden, sofern der Referent damit einverstanden ist.

Terminankündigungen, Mitteilungen oder sogar Buchseiten aus der Bibliothek kannst du fotografieren oder bei IOS-Geräten sogar scannen, anstatt sie mühsam abzuschreiben oder zu kopieren – eine Kamera mit hoher Pixeldichte und lichtstarkem Objektiv hilft bei der Erstellung des Bildmaterials, und spezielle Apps für Studenten unterstützen Dich bei der Materialorganisation.

Bluetooth- und USB-Konnektivität: Erleichtern das Arbeiten in Uni und FH

Bluetooth-, Airdrop und USB sind hilfreich, um z. B. unterwegs oder in der Uni schnell Dokumente auszudrucken oder das Smartphone für Vorträge mit Uni-Laptops und Projektoren zu verbinden.

AUX-Anschluss: Für HiFi-Fans

Garantiert möchtest Du Dein Handy auch zum Musikhören nutzen. Du hast einen Lieblingskopfhörer, der mit Klinkenstecker ausgerüstet ist? Dann solltest Du darauf achten, dass Dein Smartphone nicht nur einen USB-Anschluss hat, sondern auch einen AUX-Ausgang. Im Auto kann ein Handy mit AUX-Ausgang ebenfalls praktisch sein: Mithilfe eines passenden Kabels kannst Du Handy und Autoradio verbinden und so Deine liebsten Playlists und Hörbücher wiedergeben.

Dual-SIM: Privates und Praktikum trennen

Urlaub außerhalb des EU-Auslandes oder Auslandssemester in einem Land mit Roaming-Gebühren? Du gönnst Dir einen Urlaub außerhalb des EU-Auslandes oder verbringst ein Auslandssemester in einem Land, in dem die Roaming-Gebühren nicht aufgehoben worden sind? Mit einem Dual-SIM-Handy kannst Du Dir vor Ort eine Prepaid-SIM-Karte zulegen, um zu einem nationalen Tarif zu telefonieren und mobil im Internet zu surfen. Mit einer zweiten SIM-Karte lassen sich zudem private und dienstliche Anrufe getrennt halten – etwa, wenn Du im dualen Studium neben Uni oder FH Erfahrungen in einem Unternehmen sammelst. Du möchtest ab einer bestimmten Uhrzeit nur noch private Anrufe annehmen? Schalte Deine dienstliche Rufnummer aus. Praktisch: Bei manchen Dual-SIM-Handys kannst Du Zeiten festlegen, zu denen Deine Job-Rufnummer nicht aktiv ist.

Mobilfunkstandard: 4G oder 5G?

Als Nachfolger des aktuellen Standards 4G verspricht der neue Mobilfunkstandard 5G

  • Stabilere Verbindungen bei Großveranstaltungen
  • Größere Bandbreiten
  • Schnellere Downloads von bis zu 10 Gigabites pro bei multimedialen Anwendungen
  • Verzögerungsfreies Streaming

Derzeit ist 5G zwar noch nicht flächendeckend verfügbar. Aber wenn Du jetzt schon weißt, dass Dein Handy Dir bestmögliche Voraussetzungen bieten soll, um Filme und Live-Events zu streamen oder spannende Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen zu nutzen, solltest Du ein 5G-fähiges Modell in Deine Kaufentscheidung einbeziehen.

Tipp: Wähle dazu gleich einen passenden Handyvertrag für Studenten inklusive Flatrate und großem Datenvolumen, mit dem Du alle Möglichkeiten eines 5G-Handys nutzen kannst.

Prozessor: mehr als nur schnell

Ein schneller Prozessor sorgt für reibungslose Performance – Apps öffnen sich schnell, und auch wenn Du mehrere gleichzeitig nutzt, kannst Du Dein Handy für Studenten optimal nutzen. Gerade die Chips aktueller Top-Modelle haben oft aber noch viel mehr drauf, denn viele Prozessoren verfügen über künstliche Intelligenz. Je nach Gerät kann der Prozessor Deines Handys

  • Deine Fotos und Filme automatisch optimieren
  • Sich Deine Nutzungsgewohnheiten merken
  • Die Laufzeit des Smartphone-Akkus optimieren

4. Finanzierung: Diese Optionen solltest Du kennen

Ob Barkauf mit speziellem Rabatt, Ratenkauf oder neuwertiges Gebrauchtmodell: Wer vergleicht und clever entscheidet, kann sich schnell ein Wunschgerät sichern, ohne dass er beim Job in der vorlesungsfreien Zeit Überstunden machen muss.

Neues oder doch ein gebrauchtes Studenten-Handy?

Ob Student oder Schüler – junge Leute müssen den Cent oft zweimal umdrehen. Deshalb müssen sie beim Handykauf noch lange nicht das günstigste Einsteigermodell wählen. Wer sich ein Mittelklasse- oder Topmodell wünscht, sollte ein gebrauchtes Modell in seine Überlegungen einbeziehen. Viele Anbieter haben nicht nur brandneue Geräte im Sortiment, sondern bieten Alternativen. Das können aufbereitete Modelle (auch refurbished genannt) mit minimalen oder gar keinen Gebrauchsspuren sein. Mit etwas Glück kannst Du sogar eine neuwertige Retoure ergattern, die besonders günstig abgegeben wird.

Barkauf mit Studentenrabatt

Gerade zu Semesterbeginn gibt es hin und wieder Studentenrabatte auf Handys, z. B. drastisch reduzierte Vorjahresmodelle oder versandkostenfreie Handys. Im Direktkauf, z. B. online oder im Handyshop, können diese Sonderangebote meist auch mit einem Prepaid-Tarif genutzt werden – Voraussetzung ist, dass das Gerät jeweils ohne SIM-Lock angeboten wird. Vielleicht hast du auch schon einmal von Plattformen wie UniDays gehört.

Darauf solltest du achten: Preise zu vergleichen ist immer sinnvoll – vielleicht ist der Studentenrabatt für ein Vorjahresmodell gar nicht günstiger als das gleiche Handy online oder im Shop um die Ecke. Garantie- und Umtauschrecht sollten auch bei reduzierten Handys gelten.

Eignet sich ein Handy für Studenten im Barkauf für dich?

Ein Handy für Studenten im Barkauf eignet sich besonders für dich, wenn du ein neues Handy benötigst und keine besonderen Präferenzen hinsichtlich Hersteller oder Modell hast. Wenn du einfach ein funktionierendes Smartphone direkt kaufen und bezahlen möchtest, dann kannst du mit einem Smartphone zum Studentenpreis ordentlich sparen.

Studentenhandy finanzieren über einen Ratenkauf

Wie jeder andere Handynutzer kannst auch du als Student ein Handy direkt kaufen und es in Raten bezahlen. Das geht sowohl beim Anbieter im Internet als auch vor Ort im Elektromarkt. Besondere Vorteile neben der 0-%-Finanzierung gibt es für Studenten selten – dafür gelten teilweise Einschränkungen wie eine niedrigere maximale Finanzierungssumme oder eine kürzere Ratenlaufzeit.

Darauf solltest du achten:

  • Laufzeit: Kürzere Laufzeiten sind grundsätzlich zu empfehlen.
  • Flexibilität: Kann ich eine höhere Rate zahlen, wenn mal etwas Geld übrig ist?
  • Verzugszinsen: Wenn eine Rate nicht oder zu spät gezahlt wird, kann das je nach Anbieter richtig teuer werden.

Eignet sich ein Handy für Studenten per Ratenkauf für dich?

Das Handy via Ratenkauf für Studenten eignet sich für dich, wenn du ein Top-Smartphone zum kleinen Preis möchtest. Ein Ratenkauf in Kombination mit einem günstigen Prepaid-Tarif sichert geringe monatliche Kosten ohne Vertragsbindung.

Außerdem eignet es sich für alle Studenten mit kleinem Budget, die bereits einen Prepaid-Tarif nutzen und ein neues Smartphone möchten.

Tipp: Mit WhatsApp SIM nutzt Du einen Prepaid-Tarif für Studenten, mit dem Du ohne Guthaben oder Datenvolumen kostenlos texten kannst und der Dir auf Wunsch weitere Vorteile bietet.

Voraussetzungen: Wer kann die Angebote nutzen?

Wer als Student Tarife zum vergünstigten Preis buchen will, muss in der Regel gewisse Altersbeschränkungen beachten oder erst mal Schüler- oder Studentenausweis bzw. einen anderen Altersnachweis vorlegen. Den WhatsApp SIM Prepaid-Tarif für Studenten kannst Du Dir ganz einfach sichern, ohne weitere Voraussetzungen erfüllen zu müssen. So bist Du schnell ganz flexibel unterwegs, denn Du kannst Deinen Tarif ganz nach Bedarf nutzen – mal mehr fürs Internet, mal mehr für Telefonie. Die Veranstaltungen im Vorlesungsverzeichnis stellst Du Dir schließlich auch so zusammen, wie es gerade passt.