Die besten Apps für Kinder

und Schüler

Sicher spielen auf dem Handy – die besten Apps für Kinder

Erst die Lieblings-Apps machen das eigene Handy perfekt, das ist bei Kindern nicht anders als bei Erwachsenen. Spiele-Apps stehen bei Kindern und Jugendlichen besonders hoch im Kurs – allerdings kann man in der Fülle der verfügbaren Apps schon mal den Überblick verlieren. Mit altersgerechten Apps und ein paar grundsätzlichen Regeln unterstützen Eltern ihr Kind beim sicheren Umgang mit dem Smartphone.

INHALTSVERZEICHNIS

1. Apps – Eine kurze Definition

2. Die Top Fünf, der am meisten genutzten Apps in Deutschland

3. Welche Apps gibt es für Kinder und Jugendliche?

3.1 Spiele-Apps

3.2 Lern-Apps

3.3 Kommunikations-Apps

3.4 Jugendschutz-Apps

4. Apps auf dem Kinderhandy – Vor- und Nachteile

5. Aber sicher: So erkennen Sie kindgerechte Apps

Kinder und Smartphones

1. Apps – Eine kurze Definition

„App“ ist eine Abkürzung für den englischen Begriff application (dt. für Anwendung). Unter der Bezeichnung werden eine Vielzahl unterschiedlicher Programme zusammengefasst, die zusätzlich zu den vorinstallierten Funktionen auf das Smartphone geladen werden können.

So bekommt der Nutzer beispielsweise Zugang zu Nachrichtendiensten und Spielen, Planungs- und Organisationstools, Lernprogrammen und vielem mehr. Bei vielen Apps steht der praktische Nutzen im Vordergrund, z. B. bei Google Maps oder Online-Shopping-Apps. Andere Apps dienen der Kommunikation oder einfach der Unterhaltung. Mit den Apps lässt sich das Smartphone individuell und entsprechend den persönlichen Vorlieben erweitern – vorausgesetzt, die gewünschte App ist mit dem Betriebssystem des Handys kompatibel. Sehr weit verbreitete Apps wie Facebook, YouTube, Instagram und WhatsApp sind in der Regel kostenlos und laufen auf allen gängigen Betriebssystemen wie Android oder iOS.

2. Die Top Fünf, der am meisten genutzten Apps in Deutschland

2.1 WhatsApp

WhatsApp Logo

Der Messenger-Dienst, der inzwischen zu Facebook gehört, ist auf nahezu jedem Smartphone installiert. Geschätzte 37 Millionen Menschen nutzen die App allein in Deutschland, weltweit sind es mehr als 1,3 Milliarden.

2.2 Google Maps

WhatsApp Logo

Kaum ein Smartphone-Nutzer, der sich in fremden Städten oder Stadtteilen nicht auf die Navigationshilfe von Google Maps verlässt. In vielen Android-Handys ist Google Maps als App im System vorinstalliert und muss nicht extra heruntergeladen werden.

2.3 Facebook

WhatsApp Logo

Genau wie Google Maps ist die Facebook-App bei Android-Geräten meist vorinstalliert. Wer mobil Nachrichten über Facebook verschicken möchte, muss allerdings zusätzlich die Facebook Messenger App downloaden. Obgleich die Facebook-Nutzerzahlen seit einiger Zeit rückläufig sind, ist Facebook nach wie vor eines der meistgenutzten sozialen Netzwerke weltweit.

2.4 Instagram

WhatsApp Logo

Die Foto-Community ist ein Muss für junge Nutzer und hat in vielen Bereichen Facebook nahezu ersetzt.

2.5 Wortguru

WhatsApp Logo

Die Spiele-App hat sich rasend schnell zum Lieblingszeitvertreib aller Smartphone-Besitzer entwickelt – wohl auch, weil das Prinzip so simpel ist. Knapp zwei Millionen Nutzer versuchen täglich, aus dem Buchstabensalat Wörter mit vorgegebener Länge zu bilden.

Kinder und Smartphones

3. Welche Apps gibt es für Kinder und Jugendliche?

Grundsätzlich kann man bei Apps für Kinder und Jugendliche zwischen Lern-Apps, Spiele-Apps und Kommunikations-Apps unterscheiden.

Hinzu kommen Jugendschutz-Apps, die allerdings in der Regel nur für Android-Geräte erforderlich sind – die Betriebssysteme iOS und Windows verfügen über vorinstallierte Jugendschutzeinstellungen, die bei Bedarf im System aktiviert werden können.
Für Android wird aktuell in der USA das Google-eigene Produkt "Family Link App" getestet.

Ist das Smartphone korrekt eingerichtet, können die Eltern bestimmen, ob ein Zugriff auf den App Store möglich ist oder ob es andere Limitierungen (beispielsweise Altersfreigabe) bei der Anzeige von Apps gibt.
Smartphone kindgerecht einrichten

Achtung: Stellen Sie sicher, dass auch Apps mit In-App-Käufen und Werbung gerade bei jungen Kindern geblockt werden, oder die Bezahlfunktion deaktiviert wurde. Hat das Kind Zugriff auf den AppStore, empfehlen wir immer, dass Apps gemeinsam mit dem Kind besprochen oder zuerst von einem Elternteil getestet werden. Es gibt auch zahlreiche Webseiten und Communities, die Vorschläge zu kindergerechten Apps machen. Dennoch sollte bei Apps für Kinder immer zuerst ein Elternteil die App selbst ausprobieren.

3.1 Spiele-Apps

Spiele-Apps gibt es in den unterschiedlichsten Formen und für alle Altersklassen, angefangen von einfachen Kleinkinder-Spielen wie Memory oder Bilderrätsel bis hin zu komplizierten Logik-Rätseln oder Buchstabier-Spielen wie die Trend-App Wort Guru.

Bei Kindern sind Quiz-Apps und Logik-Spiele wie Cut The Rope besonders beliebt, aber auch einfache Geschicklichkeitsspiele, die an die Automatenspiele der 1980er- und 90er-Jahre erinnern, erleben als App ein Revival.

Beachten Sie bei Spielen stets die FSK-Freigabe und behalten Sie einen Überblick darüber, was Ihr Kind spielt. Ein 8-Jähriger beispielsweise lernt gerade erst zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Eine für Sie harmlose Szene in einem Handy-Spiel wirkt auf ein Kind ganz anders.

Tipp: Nehmen Sie Altersfreigaben ernst und tauschen Sie sich mit andern Eltern in Ihrem Umkreis oder über Online-Communities aus. Auch zahlreiche Webseiten, die Apps auf Tauglichkeit für unterschiedliche Altersgruppen prüfen, können helfen bei der Vielzahl von Angeboten einen Überblick zu behalten.

3.2 Lern-Apps

Lern-Apps sollen Kinder verschiedene Lerninhalte – meist entsprechend den klassischen Schulfächern Deutsch, Mathe, Englisch, Physik, etc. – spielerisch und kindgerecht nahebringen. Damit Lern-Apps Spaß machen, sind die Aufgaben meist spielerisch aufgebaut.

Es gibt auch nicht schulfachbezogene Lern-Apps wie Gedächtnistrainer oder Logik-Apps. Von Kindern werden diese Apps meist weniger stark als Lernaufgaben angesehen. Achten Sie darauf, dass auch vermeintliche Spiele-Apps einen Lern-Effekt für Ihr Kind bieten. Die Trainingsfelder sind hier weitläufig von Gedächtnistraining und Logik über Geschicklichkeit und Konzentration.

Wer Lern-Apps nutzt, sollte auch hier unbedingt auf die Altersangabe achten. Viele Apps haben auch unterschiedliche Level, z. B. für die erste, zweite und dritte Klasse. Fragen Sie im Bekanntenkreis nach Erfahrungen mit Lern-Apps: Wie gut eine solche App funktioniert, zeigt sich erst in der Praxis.

3.3 Kommunikations-Apps

Bei den Kommunikations-Apps ist WhatsApp klarer Spitzenreiter: Rund 95 % aller Jugendlichen nutzen den kostenlosen Messaging-Dienst, um sich auszutauschen, zu verabreden und um in den jeweiligen WhatsApp-Gruppen ihre Freizeit zu organisieren. Ebenfalls weit verbreitet sind der Facebook Messenger, Skype (iPhone-Nutzer greifen stattdessen eher zur iOS-App Facetime) sowie soziale Netzwerke und Chatrooms. Eltern sollten genau hinschauen, welche Social-Media-Apps ihr Kind auf seinem Smartphone hat und jeweils die Privatsphäre-Einstellungen anpassen, sodass keine persönlichen Daten veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben werden. Einen Leitfaden zum sicheren Umgang mit Social Media finden Sie hier.

3.4 Jugendschutz-Apps

Anders als Spiele- oder Lern-Apps dienen sogenannte Jugendschutz-Apps nicht der Unterhaltung, sondern arbeiten wie Filter: Auf dem Kinderhandy installiert, stellen sie sicher, dass Ihr Kind nur auf unbedenkliche Inhalte zugreifen kann. Auf Apple- und Windows-Smartphones sind die Jugendschutzeinstellungen jeweils im Betriebssystem vorinstalliert und müssen nur aktiviert werden. Für Android-Handys empfiehlt sich der Download der entsprechenden Apps – zum Beispiel „Meine-Startseite“, eine von den Beauftragten des Bundesministeriums für Kultur und Medien geförderter kindgerechter Browser oder eine spezielle Kindersuchmaschine wie fragfinn.de, die nur altersgerechte Webseiten anzeigt. Vorinstallierte Browser sollten auf dem Kinderhandy deaktiviert werden, zusätzlich sollte man Pop-ups und In-App-Käufe blockieren, durch die Kinder auf andere, nicht altersgerechte Seiten gelangen können.

Für Android wird aktuell in der USA das Google-eigene Produkt "Family Link App" getestet und soll in Deutschland zeitnah ausgerollt werden. Mit dieser App können Eltern über das Google-Konto des Kindes alle Sicherheitseinstellungen selbst vornehmen. Eine deutsche Doku hat Google bereits zur Verfügung gestellt.

  • Lesen Sie hier die wichtigsten Tipps für die wichtigsten Sicherheitseinstellungen am Kinderhandy.
  • Mehr über die Gefahren von Handy und Internet, und wie Eltern Handy-Risiken reduzieren können, finden Sie hier.
Kinder und Smartphones

4. Apps auf dem Kinderhandy

VORTEILE
Lerneffekt
Viele Spiele-Apps fördern logisches oder räumliches Denken, trainieren das Gedächtnis oder die Kombinationsfähigkeit – daher können sich altersgerechte Apps durchaus positiv auswirken.
Beschäftigung
Selbstständigkeit
NACHTEILE
Suchtgefahr
Bei unbegrenztem Zugang zu Spiele- und Social-Media-Apps besteht die Gefahr, dass die Nutzung außer Kontrolle gerät und sich eine Handysucht entwickeln könnte.
Kostenfalle übermäßiger Nutzung
Verstörende Inhaltee

Fazit

Altersgerechte Apps sind eine sinnvolle und unterhaltsame Ergänzung fürs Kinderhandy. Allerdings sollten Eltern sich immer aktiv an der Auswahl der Apps für ihr Kind beteiligen und sich die gewünschten Apps mindestens einmal zeigen lassen.
Grundsätzlich sollten Eltern gemeinsam mit ihrem Kind die erforderlichen Sicherheitseinstellungen am Handy vornehmen – d. h. Jugendschutzfilter, In-App-Käufe und Pop-ups deaktivieren und eine Drittanbietersperre einrichten.

5. Aber sicher: So erkennen Sie kindgerechte Apps

1. Gemeinsam installieren

Installieren Sie neue Apps gemeinsam mit Ihrem Kind und spielen Sie die App zumindest selbst einmal an.

2. App untersuchen

Nehmen Sie Aufbau und Funktionen der App genau unter die Lupe:
a. Ist die App kindgerecht gestaltet?
b. Ist sie einfach und intuitiv zu bedienen?
c. Regt sie Neugier und selbständiges Denken an?

3. Kontaktadressen prüfen

Anbieter und ggf. eine Service- oder Kontaktadresse sollten immer angegeben und leicht zu finden sein.

4. Auf z.B. Werbung untersuchen

Eine Kinder-App sollte keine Werbung oder Links auf andere Seiten enthalten.

5. Privatsphäre sichern

Ihr Kind sollte keine privaten Daten angeben müssen.

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